Die 5 besten Traveltips für London

8. November 2015 - 18:30
Die besten Sehenswürdigkeiten in London: Tower Bridge in schöner Beleuchtung bei Nacht in London / Grossbritanien.

Es gäbe noch so viel über London zu berichten…z.B. dass das keine gute Idee war, an einem Freitagnachmittag ins The British Museum zu gehen. Die Idee hatten nämlich neben mir noch gefühlt 300 Millionen Chinesen auch. Und das sie es in der Regel eilig haben und sich aufgrund der knappen Zeit gerne überall kurz mal mit der Kamera vor einem hinwerfen, tja, das ist zwar weniger meins, aber das ist halt so. Habe beschlossen, ein anderes Mal wiederzukommen, wobei ich das, was ich sehen wollte, auch gesehen habe – dort ist es ganz nett und für historisch sehr interessierte auch spannend. Oder aber für Kinder, die gerne mal wirklich eine Nacht im Museum erleben wollen!

Hier ein kurzer Einblick für euch:

Da es aber in London rein zufällig noch mehr gibt, als das The British Museum, habe ich diesmal abschließend noch folgende 5 Tipps x Empfehlungen für euch:

 

1. Geld wechseln

Ich habe festgestellt, dass die beste Wechselstube sich am Covent Garden befindet. Bargeld habe ich bisher wenn, dann eher in der Gegend um Kensington gewechselt und mir nie wirklich Gedanken um den Kurs gemacht. Als ich diesmal aber aus anderen Gründen zuerst am Kings Cross, dann später in der Ecke Soho / Bloomsburry und am Ende dann noch am Covent Garden unterwegs war – zu Fuß, dann ist mir auch der extreme Unterschied aufgefallen.

Wechselkurs an ein und demselben Tag
  • Kings Cross:100 € = 70 GBP plus abzüglich den Wechselgebühren
  • Bloomsburry: 100 € = 63 GBP plus abzüglich den Wechselgebühren
  • Bloomburry: 100 € = 68 GBP plus abzüglich den Wechselgebühren nach einem kurzen Gespräch / gleiche Wechselstube
  • Covent Garden: 100 € = 72 GBP keine Wechselgebühren

Da ich in Bloomsburry noch genügend Bargeld hatte, bin ich einfach weiter. Später habe ich dann am Covent Garden dann per Zufall einen echt guten Tipp bekommen und zwar für die Wechselstube in der Jubilee Market Hall. Direkt am Eck. Ich glaube, es war das Covent Garden Fx wenn nicht das, dann dass daneben. Sorry! Ich musste dringend weiter und hab ganz vergessen mir den Namen zu notieren, aber es ist wirklich ganz einfach zu finden und es gibt im Grunde nur zwei in der Jubilee Market Hall.

Die anderen oben angegebenen Wechselkurse waren sowohl von offiziellen / bekannten Wechselstuben, als auch von diesen kleineren…

 

Wichtiger Nachtrag!
Die Wechselstube am Covent Garden ist die oben genannte - auf dem Schild steht "Covent Garden Bureau de Change". Unbedingt auf die Öffnungszeiten achten und auf keinen Fall die daneben nutzen, dass sind so richtige Abzocker - vor allem, wenn die eigentiche Wechselstube geschlossen hat.

 

 

2. Hotels

Ich habe diesmal etwas für mich komplett Neues ausprobiert. Ich habe im Hotel übernachtet, was ja nicht wirklich spektakulär ist :-) viel spannender die Tatsache, dass ich über lastminute.de ein „Top Secret Hotel“ gebucht habe. Ich habe meine Kriterien abgesteckt und aufgrund dessen gebucht. Ich gebe zu, ich habe etwas überlegen müssen ob und was ist wenn und eigentlich wollte ich in ein 5 Sterne Haus…aber wie heißt es so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ich hatte mit meinem Hotel am Ende wirklich einen schönen Gewinn! Superzentral, netter Service und es hatte alles was ich brauchte. Die Zimmer sind wie fast in allen Londoner Hotels einfach klein. Wirklich klein, wenn ihr mehr Raum benötigt, dann solltet ihr unbedingt eine Suite buchen und das am besten in einem 5 Sterne Haus.

Das Hotel war aufgrund dieser Buchungsversion für mich 30 % günstiger. Meinen Flug hatte ich gesondert über Lufthansa gebucht, da ich so für mich zeitlich besser passende Verbindungen wählen konnte. Ach ja, übernachtet habe ich im Hotel Radisson Blu Edwardian Kenilworth welches ich auch für eine Direktbuchung empfehlen kann. Wichtig: wünscht euch ein Zimmer nach hinten und etwas weiter weg vom Aufzug. Der Blick fällt zwar dann auf eine Mauer, aber wenn man den ganzen Tag sowieso unterwegs ist, dann richtet man den Blick später sowieso eher aufs Bett, als nach draussen.

Auf den Bildern seht ihr mein Zimmer, wobei ich aufgrund meines längeren Aufenthaltes ein etwas Größeres bekommen habe. Einfach so, als nette Aufmerksamkeit seitens des Hotels. Was auch typisch für Londoner Hotels ist: das Bad ist zum Teil größer als das Zimmer selbst.

Wenn ihr mit der Tube ins Hotel fährt und ihr habt wie ich zwei Stationen zur Auswahl, dann nehmt die, wo auch ein Rollstuhlzeichen hinterlegt ist. Das bedeutet, dass ihr dann auch einfacher mit den Koffern durch die Wirren der U-Bahn kommt, es einen Aufzug an der Station gibt und ihr euch zudem das ganze Schleppen die 100 km Treppen hoch sparen könnt.

Nachtrag: ich habe noch dazu passend den Avoiding stairs Tube guide gefunden. Der Guide ist zwar von 2014, ist trotzdem noch sehr hilfreich um zu sehen, an welcher Station die Verbindung zwischen Bahnsteig und Aussenbereich am besten per Lift und mit den wenigsten Stufen gegeben ist :-)

 

3. I’m walking…

London ist bisher die Stadt, in der ich viel zu Fuss unterwegs bin. Freiwillig. Auch an Tagen, an denen wir mit dem Auto rumgefahren sind, habe ich es noch auf gute 11 km geschafft. Der Vorteil zu Fuss unterwegs zu sein ist: man sieht einfach viel mehr! Wirklich viel mehr. Und man kann so seine persönliche Sightseeing Tour gestalten und verlaufen ist, wenn ihr Google Maps auf dem Smartphone habt, auch so gut wie ausgeschlossen. Die Anzeige für den aktuellen Standort funktioniert übrigens auch ohne Internetverbindung.

Was ihr auch über Google Maps finden könnt, die Street Art von Banksy. Einfach in die Suchfunktion eingeben und los geht’s! An manchen Stellen wurden die „Schmierereien“ einfach übermalt, aber wenn ihr einfach zum nächsten angegebenen Standort geht, dann habt ihr bestimmt Glück. Oder beim nächsten Standort…oder übernächsten…ihr könnt jetzt sicherlich nachvollziehen, wie ich zu meinen Kilometern gekommen bin?

Ich bin diesmal auch von der Tower Bridge bis nach Soho zu Fuss gelaufen. Eine Pause im Somerset House eingelegt und die Aussicht genossen. Das Gute dabei, wenn man sich an die weiss-roten Poller (nennt man das so?) hält, dann ist man immer auf den richtigen Weg, entlang der Themse zu gehen. Also auch, wenn man mal einen Abschnitt aufgrund von Baustellen, Häusern usw. der Straße entlang gehen muss.

 

 

4. Schuhe

Auch wenn ihr vielleicht weniger laufen möchtet als ich es tue, empfehle ich euch flache(re) Schuhe für London. Es sind immer wieder Kopfsteinpflaster verlegt, sodass man mit Absatzschuhen mehr als hängen bleibt. Also ich zumindest. Die chicen Absatzschuhe kommen dann in Gebrauch, wenn wir mit dem Auto unterwegs und gezielt ausgegangen sind. Ansonsten freuen sich meine Füße immer über die bequemeren Versionen. Und die können ja auch sehr chic sein, nicht wahr? Und wenn sich meine Füße freuen, dann freue ich mich, weil ich dann auch so lange unterwegs sein kann, wie ich will / wollte.

Ok, durch den Sand-Pferdeweg im Hyde Park zu laufen war dann am Ende weniger eine gute Idee, aber Spass hat es trotzdem gemacht und den Staub habe ich dann einfach weggelaufen oder so :D

Und wer besonders schnell unterwegs sein will, der schnallt sich einfach wie die Mädels und Jungs hier die Rollerblades an die Füße…

 

 

5. Take-Away

In London ist es ganz normal, sich Essen mit nach Hause zu nehmen. Daher bieten so gut wie fast alle Restaurants das Essen auch zum Mitnehmen an und geben sogar bei Bedarf das passende Besteck mit.

Wir haben das auch selbst dann gemacht, obwohl wir eine schöne Küche in der Wohnung hatten. Wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, dann freue ich mich, auch mal wieder Zuhause zu sein - trotz meiner Liebe zum Essen, dann auch mal nicht selber kochen und trotzdem lecker zu essen.

Das Wasabi Sushi x Bento z.B. sieht als Restaurant nicht unbedingt gemütlich aus. Sehr helles Licht, wenige Tische oder die Tische ausschließlich am Fenster entlang und man holt sich sein Essen selbst. Ein klassisches Restaurant, für tolle Take-Away Gerichte – warm x kalt gleichermaßen köstlich. Ich habe mir diesmal eine warme Suppe, Edamame und Fried Chicken Dumplings mitgenommen. Jedes für sich unheimlich köstlich. Wer sich bei der Auswahl unsicher ist, kann sich auch von den netten Mitarbeitern vor Ort beraten lassen.

Bei schönem Wetter kann man sich so übrigens auch wunderbar für ein spontanes oder 100 Tage vorher geplantes und auf jeden Fall köstliches Picknick eindecken...

Wenn ihr doch lieber Essen gehen wollt: hier an dieser Stelle der Post mit den "gesammelten Werken". Ansonsten einfach auch ein paar Postings zurück blättern…

Diesmal war ich im neuen Grangers & Co. am Kings Cross, die Bill‘s Hotcakes sind auch hier einfach ein Traum! Mit etwas nachdenken – weil wie kann ich diesen Genuss mit nach Hause nehmen? Also mein Zuhause in Deutschland – habe ich dann das Rezept von Bill Granger für seine köstlichen Hotcakes im Internet gefunden! Selbstverständlich umgehend ausprobiert. Das Ergebnis: ein Turm höher als der Eifelturm (Memo an mich: vorher lesen, für wie viele Personen das Rezept gedacht ist und sicherheitshalber die Mengen trotzdem um 2 weitere Personen reduzieren! Wir essen noch immer daran…) der geschmacklich sehr lecker, jedoch optisch soweit vom Original entfernt ist, wie der Turm hoch. Keine Ahnung, was ich anders hätte machen sollen. Ich nehme es jetzt einfach mal als Zeichen, um noch öfters in London zu sein und mich vor Ort mit den Hotcakes satt zu essen :-)

Wer sein Glück probieren will, gibt einfach in die Suchmaschine seines Vertrauens
"Bill Granger Hotcakes Recipe" ein und folgt dann einem der dort aufgezeigten Rezepten.

Ich habe nur zusätzlich 1 Teelöffel Vanillepulver mit in den Teig gegeben. Anstelle der Honigbutter gab es bei mir Vanille Cranberries (= softe Cranberries in etwas Kakaobutter geschwenkt, hier ebenfalls ein Teelöffel Vanillepulver dazu gegeben und mit Ahornsirup abgelöscht.).

Das war es für diesmal über London...aber wer weiß, vermutlich bin ich schneller wieder in der Stadt, als aktuell geplant :-) IdS: ich lass mich überraschen und esse mal an meinen Pancakes weiter...

Cheers,

Beyhan

Yum

Kommentare

Liebe Beyhan,

immer wieder wundervoll von dir und bei dir und über London zu lesen!!!
Wir haben uns die Stadt auch komplett - also fast komplett - zu Fuß erobert :)
Ich wäre auch am Abend zurück in die AirBNB-Unterkunft gelaufen, aber der Mini hatte so Freude am Doppeldeckerbus fahren ;)

Liebste Grüße
Julia

Hach Julia! Das glaube ich dir sofort :-) So Busfahren und dann auch noch Doppeldecker fahren ist ja nicht nur für ein Mini unterhaltsam...ich mag Busfahren in London irgendwie :-)

Drück dich x

Toller Artikel mit wichtigen Tipps. Auch der Hinweis mit dem Geldwechsel finde ich sehr wichtig. Mit dem Thema sollte man sich vorher ausgiebig auseinander setzen.

Hallo Stefan!

Danke für deinen Kommentar. Mir ist dadurch erst aufgefallen, dass ich schon längstens einen Nachtrag schreiben wollte und tatsächlich auch beim Thema "Geldwechsel" :-)

Ist somit erledigt, Danke nochmal!
Cheers,
Beyhan

PS: Ich finde wie du auch, dass das Thema "Geldwechsel" ein wichtiger Punkt ist.

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